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Essstörungen

Latente Esssucht

Untersuchungen bestätigen, dass es vor allem bei Mädchen, die sich von einer Diät in die nächste stürzen, zu Essstörungen kommen kann. Betroffen sind in der Regel junge Mädchen, die eigentlich normalgewichtig sind oder nur ein leichtes Übergewicht aufweisen. Diese Mädchen haben häufig ein verzerrtes Selbstbild von sich. Typisch ist, dass sich Phasen von streng kontrolliertem Essverhalten mit totalem "Über-die-Strenge-schlagen" abwechseln. Die Beschäftigung mit dem Essen und der eigenen Figur wird zum zentralen Lebensthema. (Aufruf an alle Betroffenen: Mädels, schaut euch um in der Welt! So viele Menschen leiden und sterben – wie könnt ihr da ausschließlich an eure Figur denken! Ist da nicht eine gehörige Portion Egoismus mit im Spiel?) In vielen Fällen bedeutet die latente Esssucht für die Betroffenen leider eine Vorstufe zu weiteren schwerwiegenderen Erkrankungen wie Magersucht oder Bulimie.

Magersucht

Leider gibt es immer mehr junge Mädchen ab 12 Jahre, die unter Magersucht leiden. Betroffen sind häufig auch Models, Balletttänzerinnen, Schauspielerinnen oder Turnerinnen.

Folgende Merkmale signalisieren eine Magersucht:

  • selbst herbeigeführtes, niedriges Körpergewicht
  • gestörte Körperwahrnehmung
  • Ausbleiben der Menstruation

Auch wenn Magersüchtige nur noch aus Haut und Knochen bestehen – sie finden sich immer noch viel zu dick. Hinter der Pubertätsmagersucht verbergen sich meistens viele Ängste vor dem Erwachsenwerden. Essen setzen Magersüchtige damit gleich, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Dennoch schaffen es einige, dass sie auch ohne Behandlung von ihrer Erkrankung wieder geheilt werden. Doch der Übergang von Magersucht zu Bulimie ist fließend: Wer sein ständiges Hungergefühl nicht mehr aushalten kann und Heißhungerattacken bekommt, steht schon an der Schwelle zur Bulimie. Zirka 50 Prozent aller Magersüchtigen werden nach einer gewissen Zeit zu Bulimikern.

Bulimie

Bei der Bulimie, auch "Ess-Brech-Sucht"oder "Fress-Kotz-Sucht" genannt, werden wie unter Zwang bei einem Anfall riesige Mengen kalorienreicher Nahrungsmittel verschlungen. Manchmal bis zu 6.000 Kalorien auf einmal, etwa so viele wie in 10 Tafeln Schokolade enthalten sind! Eine Heißhungerattacke dauert von 15 Minuten bis zu 1,5 Stunden.

Danach tritt die Phase des Selbstekels und des Selbsthasses ein: Die Betroffenen versuchen durch Erbrechen oder riesige Mengen an Abführmitteln das Essen so schnell wie möglich wieder loszuwerden. In extremen Fällen können Bulimiker pro Tag bis zu 20 solcher Anfälle haben. Die meisten Betroffenen halten ihre Erkrankung aus Scham so lange wie möglich geheim. Bulimie muss aber unbedingt behandelt werden, da sie nicht nur zu Karies und Schleimhautschäden führt, sondern durch Unternährung sogar zum Tod führen kann.

Hier bekommst du Hilfe!

Wenn du glaubst, an Essstörungen egal welcher Art zu leiden, dann solltest du dies nicht länger geheim halten, damit sich dein Zustand nicht verschlimmert. Sprich unbedingt offen mit einem Arzt deines Vertrauens darüber. Aber auch wenn du lieber anonym bleiben möchtest, gibt es viele Adressen, wo du dir professionelle Hilfe und Rat holen kannst:

ANAD Pathways, Tel. 089-2199730

Hilfreiche Links, wo du auch online Fragen stellen kannst:

www.anad-pathways.de
www.esstoerungen.de