Lexikon: A-C
Abstrich
Bei einem Abstrich entnimmt der Gynäkologe mit einem Wattestäbchen "Schleim" vom Gebärmuttermund. Dieser wird als dünner Film auf eine Glasplatte übertragen und mikroskopisch untersucht - er gibt Aufschluss über die Bakterien in der Scheidenflora. Für die zytologische Diagnostik (Untersuchung von Zellen) werden beim Abstrich vom Muttermund und den Scheidenwänden auch ganz oberflächlich winzige Gewebeproben entnommen. Zur Krebsfrüherkennung wird der Abstrich in ein Labor versandt. Siehe auch Papanicolaou-Abstrich und Papanicolaou-Färbung.
AIDS
Steht für die Abkürzung von "Acquired Immune Deficiency Syndrome", eine erworbene Schwäche des Immunsystems, die durch das HI-Virus beim Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Von Aids spricht man, wenn das HI-Virus ausgebrochen ist. Siehe auch HIV.
AIDS ist von allen beim Sex übertragbaren Krankheiten die schlimmste: Wer sich mit dem AIDS-Erreger HIV ansteckt, der wird auch an der Krankheit sterben.
Ob jemand ansteckend ist oder nicht, kann man ihm nicht ansehen, und zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können mehrere Jahre vergehen.
Der häufigste Übertragungsweg ist ungeschützter Sex. Eine Impfung gibt es nicht! Nach der Ansteckung kann man die Krankheit nicht heilen und nicht stoppen. Starke Medikamente können allerdings den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Deshalb ist gerade bei AIDS Vorbeugen besser als alles andere.
Achtung: Andere Krankheiten wie Tripper, Syphilis oder Chlamydien können das Risiko einer AIDS-Ansteckung erhöhen!
Übrigens kann man sich nicht mit AIDS anstecken, wenn man einem Kranken die Hand gibt, ihn umarmt oder küsst oder in der Schule neben ihm sitzt. Auch aus derselben Colaflasche trinken ist ungefährlich!
Zur Übertragung des Virus muss das eigene Blut in Kontakt mit dem Erreger kommen. Bei ungeschütztem Sex kann das Virus auch durch die besonders zarten Schleimhäute an den Genitalien in die Blutbahn gelangen.
Akne
Chronische Hauterkrankung durch entzündete Mitesser. Tritt vorwiegend in der Pubertät (Pubertätsakne), bedingt durch die hormonelle Umstellung, auf. Hinweise zur Behandlung von Akne findest du auch in unserer Rubrik Beauty.
Amenorrhoe
Ausbleiben der Menstruation. Die häufigste Ursache ist Schwangerschaft. Die Regelblutung kann aber auch nach dem Absetzen der Pille für sechs bis acht Wochen ausbleiben, oder aufgrund von Hormonschwankungen, die durch Stress (auch freudige Ereignisse), Depression oder Essstörungen ausgelöst wurden. Auch durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann die Regelblutung ausbleiben. Hochleistungssportlerinnen leiden häufig unter Amenorrhoe.
Analverkehr
Eine Praktik des Geschlechtsverkehrs, bei dem der Penis in den After eingeführt wird. Sie bedarf der Vorsicht und Behutsamkeit, da dabei die Darmwände sehr leicht verletzt werden können. Auch der Penis kann Hautrisse erleiden. Daher ist bei dieser Sexualpraktik die Gefahr der Übertragung des HI-Virus sehr groß. Man sollte sie nur mit dickwandigem Kondom und Gleitmittel durchführen.
Androgene
Männliche Geschlechtshormone, die beim Mann in den Hoden produziert werden. Sie sind verantwortlich für die Entwicklung der Geschlechtsmerkmale. Das aktivste männliche Hormon ist das Testosteron, das auch bei Frauen in geringen Mengen bis zum Einsetzen der Wechseljahre vom Eierstock gebildet wird. Siehe auch Testosteron.
Anovulatorischer Zyklus
Menstruationszyklus, bei dem kein Eisprung stattfand. Sind organische Ursachen ausgeschlossen, werden diese funktionellen Störungen als psychosomatisches Symptom aufgefasst. Die Anovulation, also das fehlende Heranreifen von Eiern, gilt als wichtige Ursache für Unfruchtbarkeit.
Ausfluss
Ein weißlicher, leicht säuerlicher Ausfluss, auch Weißfluss genannt, ist bei Frauen Anzeichen einer gesunden Scheidenflora mit genügend Milchsäurebakterien. Während des Eisprungs und vor und nach der Menstruation kann sich der Ausfluss etwas verstärken. Ist der Ausfluss jedoch verfärbt, käseartig oder riecht er übel, dann gibt er Hinweis auf eine Infektion, die zumeist durch Geschlechtsverkehr übertragen wurde. In diesem Fall solltest du sofort den Gynäkologen aufsuchen und durch einen Abstrich den Krankheitserreger feststellen lassen. Eventuell muss auch der Partner behandelt werden.
Bartholin-Drüsen
Zwei kleine Drüsen an den kleinen Schamlippen, die Schleim produzieren. Sie sondern bei sexueller Erregung Flüssigkeit ab, die die Vagina befeuchtet.
Bartholinitis
Entzündung der Drüsen an den Schamlippen aufgrund einer Infektion. Durch Verklebung des Drüsenausganges kann es zu Eiterbildung oder einem Abszess kommen. Wenn Antibiotika nicht helfen, muss der Abszess manchmal unter Vollnarkose aufgeschnitten oder die ganze Drüse entfernt werden.
Beschneidung
Entfernung der Vorhaut des Penis durch Operation. Kann aus religiösen oder hygienischen Gründen durchgeführt werden. In den USA werden rund 80 Prozent aller Jungen aus hygienischen Gründen beschnitten, weil sich dann die Eichel besser von Smegma säubern lässt. Beschnittene Männer leiden seltener an Penisentzündungen oder Peniskrebs.
Bisexualität
Sexuelle Neigung zu beiden Geschlechtern. Bisexualität kann vorübergehend oder auf Dauer bestehen.
Blasen/Blow-Job
Die Frau erregt den Penis des Mannes mit dem Mund. Siehe auch Oralverkehr.
BMI
BMI ist die Abkürzung für "Body-Mass-Index", eine Rechenformel, die darüber Auskunft gibt, ob du wirklich "Problemzonen"hast:
Körpergewicht in kg
————————————————————— = BMI
Körpergröße in m x Körpergröße in m
BMI Klassifizierung:
bis 18,4 Untergewicht
18,5 bis 24,9 Normalgewicht
25,0 bis 29,9 Übergewicht
30,0 bis 34,9 Grad 1 Fettleibigkeit
35,0 bis 39,9 Grad 2 Fettleibigkeit
Brustkrebs
Bildung von Krebsknoten in der Brust. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, es gibt aber auch Männer, die von Brustkrebs betroffen sind. Durch regelmäßige Selbstuntersuchung können Frauen feststellen, ob es zu geschwulstartigen Veränderungen in den Brüsten gekommen ist. Wird ein Tumor frühzeitig operativ entfernt, kann häufig ausschließlich der Knoten entfernt werden, und die Brust bleibt erhalten.
Brustvergrößerung
Viele Mädchen und Frauen wünschen sich größere Brüste, weil sie glauben, dadurch an Attraktivität zu gewinnen. Doch man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um einen Modetrend handelt, der in einiger Zeit schon wieder vollkommen out sein könnte, etwa wenn zum Beispiel ein neues populäres Popsternchen einen sehr kleinen Busen hätte. (Ich möchte an dieser Stelle nur an Jennifer Lopez erinnern: Bisher wollten alle Frauen einen schlanken Po haben – in Amerika lassen sich Frauen jetzt die Pobacken aufpolstern, um einen richtigen "Jennifer-Lopez-Po" zu bekommen!). Eine Brustvergrößerung sollte also gut überlegt werden, denn wahres Selbstbewusstsein kann nur von innen kommen – nicht von außen. Besonders Mädchen und Frauen, die noch keine Kinder haben, sollten von einer Brustoperation absehen, denn falls sie später einmal Babies bekommen, möchten sie diese sicherlich ohne eventuelle Probleme stillen. Eine Brustvergrößerung bedeutet zudem immer eine Operation mit Vollnarkose – ein unnötiges Risiko und eine Belastung für den Körper. Auch kann man heutzutage noch keine Auskunft über eventuelle Langzeitfolgen der verschiedenen Implantate machen.
Brustverkleinerung
Eine Brustverkleinerung sollte man nur machen lassen, wenn zum Beispiel gesundheitliche Gründe dafür sprechen. Denn bei manchen Mädchen und Frauen ist das Gewicht des Busens so groß, dass sie dadurch erhebliche Probleme an der Wirbelsäule bekommen könnten.
Candidose
Pilzinfektion in der Scheide durch den Candida-Pilz. Candida-Sporen finden sich überall, im Schwimmbad oder in der Wäsche. Eine Candidose wird also nicht nur beim Geschlechtsverkehr übertragen – man kann sie sich fast überall einfangen. Candida-Pilze können sich auch ständig in der Vagina aufhalten, ohne Beschwerden auszulösen. Ist aber der natürliche pH-Wert in der Scheide gestört, kann sich der Pilz im Übermaß vermehren und Reizungen, Juckreiz und Ausfluss hervorrufen.
Cellulite
Viele Mädchen und Frauen leiden an den sichtbaren Unebenheiten des Unterhautfettgewebes. Orangenhaut – Cellulite – tritt vornehmlich an Gesäß, Oberschenkeln, Brust und Oberarmen auf. Mögliche Gründe für die Erschlaffung des Bindegewebes sind Bewegungsarmut, ungesunde und übermäßige Ernährung sowie Umstellungen im Hormonhaushalt.
Chemische Kontrazeptiva
Chemische Verhütungsmittel, die Samen abtöten und dadurch das Eindringen von Spermien in die Eileiter verhindern sollen. Allerdings sind chemische Kontrazeptiva allein nicht sicher – nur in Verbindung mit einem Kondom oder einem Diaphragma. Chemische Verhütungsmittel gibt es in Form von Zäpfchen, Gels, Tabletten oder Schaum.
Chlamydien-Infektion
Bakterielle Infektion, die beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Verursacht bei der Frau eine Entzündung des Gebärmutterhalses oder der Harnröhre. Beim Mann kann es zu Ausfluss am Penis kommen. Beide Partner müssen behandelt werden, sonst kommt es beim erneuten Geschlechtsverkehr zum "Pingpong-Effekt".
CMA
Chlormadinonacetat, CMA, ist die chemische Bezeichnung für ein speziell designtes Hormon aus der Gruppe der Gestagene. CMA ist Bestandteil mancher Pillen. Es hemmt den Eisprung. CMA ist auch bekannt für seine "antiandrogene" Wirkung: Es verhindert, dass Androgene, die männlichen Geschlechtshormone, in der Kopfhaut oder an den Talgdrüsen des Gesichts wirksam werden. CMA-haltige Mikropillen werden daher nicht nur zur Empfängnisverhütung verschrieben, sondern auch zur Therapie bei unreiner oder fettiger Haut und fettigem Haar, bei Haarausfall und übermäßiger Körperbehaarung.
Somit haben CMA-haltige Pillen einen zusätzlichen Beauty-Effekt und sorgen für reine Haut und schönes glänzendes Haar.
Cunnilingus
Stimulieren der äußeren Geschlechtsorgane der Frau mit Lippen, Zunge und Zähnen.
