Lexikon: D-F
Damm
Bei der Frau zwischen After und Scheide, beim Mann zwischen After und Hodensack.
Defloration
Verlust der "Jungfräulichkeit", wenn beim ersten Geschlechtsverkehr das Jungfernhäutchen reißt. Siehe auch Hymen
Degeneration
Verschlechterung, Veränderung, Abbau.
Depression
Gemütserkrankung: Seelische Niedergeschlagenheit, Melancholie und Traurigkeit. In schweren Fällen begleitet von Selbstmordgedanken. Wenn du selbst glaubst, an Depressionen zu leiden, solltest du unbedingt mit deinem Arzt sprechen.
Diaphragma
Ein Diaphragma ist ein mechanisches Verhütungsmittel. Es sieht aus wie eine Gummikappe, die vor dem Geschlechtsverkehr über den Gebärmuttermund gestülpt wird. Das Diaphragma ist nur sicher in Verbindung mit einem spermiziden Gel und muss vom Frauenarzt angepasst werden.
Dysmenorrhoe
Schmerzhafte Regelblutung. Bei vielen Mädchen und Frauen wird die Menstruation von krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen begleitet. Die Ursachen hierfür können organischer oder psychischer Natur sein. Oft ist ein Ungleichgewicht der weiblichen Hormone der Auslöser, das durch die Einnahme einer Mikropille ausgeglichen werden kann. Gegen Regelschmerzen helfen manchmal rechtzeitig eingenommene Schmerzmittel, spezielle Übungen oder Sport oder aber auch einfach eine Wärmflasche.
Eichel
Empfindliche Spitze des Penis, wo auch die äußere Mündung der Harnröhre liegt.
Eierstock
Paarförmige Keimdrüsen, in denen die Eizellen heranreifen.
Eierstockkrebs
Krebsgeschwür im Eierstock. Kommt am häufigsten vor bei Frauen über 50 Jahre.
Eierstockzysten
Gutartige flüssigkeitsgefüllte Blasen, die sich im Inneren des Eierstockgewebes bilden. Ist die Zyste sehr groß, wird sie in der Regel operativ entfernt. Einfache, dünnwandige, mit Flüssigkeit gefüllte Zysten verschwinden manchmal von ganz allein und bedürfen keiner Therapie. Nur keine Sorge, wenn du selbst eine Zyste bekommen solltest – Zysten kommen häufig vor.
Eileiter
"Röhren", über die das reife Ei in die Gebärmutter wandert. Aufsteigende Samenzellen können hier ein reifes Ei befruchten.
Eileiterschwangerschaft
Ein befruchtetes Ei hat sich nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter eingenistet. Das kann vorkommen, wenn die Eileiter z.B. aufgrund von Infektionen geschädigt sind. Meist wird eine Eileiterschwangerschaft durch starke Bauchschmerzen oder Blutungen festgestellt. Da eine Eileiterschwangerschaft potenziell lebensbedrohend ist, ist sie als Notfall einzustufen, der umgehend medizinisch behandelt werden muss.
Eisprung
Auch Eisprung oder Follikelsprung genannt. Das im Eierstock heranreifende Ei ist von einem Bläschen umgeben. Ist das Ei reif, platzt das Bläschen und das Ei wird aus dem Eierstock ausgestoßen.
Eizelle
Weibliche Keimzelle, aus der sich nach der Befruchtung mit einer männlichen Samenzelle neues Leben entwickeln kann.
Ejakulat
Samenflüssigkeit aus Samen und Sekret.
Ejakulieren
Samenerguss des Mannes.
Endometriose
Übermäßige Gebärmutterschleimhautwucherung, die aber außerhalb der Gebärmutter auftritt. Das Gewebe folgt, wie das innerhalb der Gebärmutter, dem Menstruationszyklus, indem es während des Zyklus wächst und während der Menstruation blutet, was starke Bauchschmerzen hervorrufen kann. Viele Frauen leiden daran, die Ursache ist noch nicht geklärt. Es gibt Therapiemöglichkeiten die die Beschwerden lindern.
Erektion
Versteifung des Penis durch Erregung.
Erogene Zonen
Alle Körperstellen, die auf sexuelle Erregung besonders empfindlich reagieren.
Erregungsphase
Erste körperliche Reaktion, die durch die sexuelle Stimulierung ausgelöst wird.
Feigwarzen: Siehe Kondylom
Eine Warze, auch Feigwarze genannt, die auf den Schamlippen, in der Scheide oder am Gebärmutterhals wachsen kann. Feigwarzen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und können, wenn sie größer werden, starkes Brennen verursachen.
Fellatio
Stimulieren der äußeren Geschlechtsorgane des Mannes mit Lippen, Zunge und Zähnen.
Fettige Haare
Wie im Gesicht sitzen auch in der Kopfhaut Talgdrüsen, die Fett absondern. Ist der Hormonhaushalt durcheinander wie z.B. in der Pubertät, dann kann es im weiblichen Körper zu einer vermehrten Produktion von männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen, kommen. Diese werden auch in der Kopfhaut wirksam und kurbeln die Talgproduktion an. Das äußert sich z.B. daran, dass du dir häufiger die Haare waschen musst.
Wenn sich deine Hormonschwankungen in der Pubertät nicht von alleine regulieren, und du sehr unter fettigen Haaren leidest, dann kannst du deinen Frauenarzt um Rat bitten. Es gibt nämlich bestimmte Mikropillen, z.B. mit CMA, die einen "Beauty-Effekt" haben – sie wirken positiv auf die Regulierung der Talgproduktion, da die speziell designten Hormone eine Überproduktion an Androgenen reduzieren können.
Fettige Haut
Die Haut schützt, atmet, scheidet aus und nimmt auf. Eine leicht fettige Haut ist normal und nicht von Nachteil, da dadurch die Faltenbildung reduziert wird. Ist die Haut aber zu fettig, dann liegt eine Überproduktion der Talgdrüsen vor. Durch diese vermehrte Talgproduktion können Poren verstopfen, wodurch sich unschöne Mitesser bilden, die sich auch entzünden können. Bei sehr fettiger Haut liegt die Ursache in einer Überproduktion der männlichen Geschlechtshormone, den Androgenen. Sie wirken auf die Talgdrüsen ein und kurbeln die Talgproduktion an. Wer an fettiger Haut leidet, kann seinen Frauenarzt um Rat bitten, denn bestimmte Mikropillen wirken auch positiv auf das Hautbild ein. Diese Mikropillen enthalten nämlich Hormone wie z.B. CMA, die neben der sicheren Empfängnisverhütung, zudem darauf spezialisiert sind, überflüssige Androgene im weiblichen Körper abzufangen.
Filzläuse
Filzläuse sind kleine flügellose Insekten, die in den Schamhaaren nisten und dort ihre Eier ablegen. Sowohl die "Krabbeltierchen" als auch ihre Eier kann man bei genauem Hinsehen mit bloßem Auge erkennen. Die Filzläuse beißen ihren "Wirt" und verursachen so Juckreiz, Hautflecken und sogar winzige Blutungen. Spezielle, in der Apotheke erhältliche Mittel töten die Läuse ab. Ganz wichtig: Auf jeden Fall den Partner und zusätzlich alle im Haushalt lebenden Personen mitbehandeln - auch wenn sie noch keinen Befall zeigen - und so eine erneute Ansteckung z. B. durch gemeinsam benutzte Handtücher etc. vermeiden!
Französisch
Jede Form von Oralsex, bei dem die Partner die Geschlechtsorgane mit dem Mund stimulieren.
Frauenarzt: Siehe Gynäkologe
Facharzt der Frauenheilkunde. Er ist spezialisiert auf Geburtshilfe sowie Erkennen, Verhüten und Behandeln aller Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane.
Freudentropfen: Siehe Sehnsuchtstropfen
Auch Lust- oder Freudentropfen genannt. Sekret, das, unabhängig davon, ob ein Samenerguss erfolgt oder nicht, bei sexueller Erregung aus dem Penis austritt. Da es passieren kann, dass sich unter die Sehnsuchtstropfen bereits einige Samenzellen mischen, muss man unbedingt – auch schon vor dem Höhepunkt – verhüten; ein Koitus interruptus hilft in diesem Fall also gar nichts!
Frigidität
Mangelnder Geschlechtstrieb oder fehlendes Empfindungsvermögen sexueller Lust bei der Frau.
Fruchtbare Tage: Siehe Konzeptionsoptimum
Der Zeitpunkt im weiblichen Zyklus, an dem eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist. Eine Eizelle ist nach dem Eisprung ca. 12 Stunden lang befruchtbar, da männliche Spermien im weiblichen Körper jedoch bis zu 5 Tage überleben, kann das Konzeptionsoptimum bei bis zu 72 Stunden vor dem Eisprung liegen. Wann dieser stattfindet erkennt man manchmal auch am Ansteigen der Körpertemperatur oder der Veränderung des Zervixschleims. Man kann die Kenntnis über das Konzeptionsoptimum dazu verwenden um die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, aber auch um festzustellen, wann man verhüten muss. Allerdings hängt der Zeitpunkt des Eisprungs und die darauf folgenden fruchtbaren Tage von vielen Faktoren ab und ist nur sehr schwer vorhersagbar.
