Lexikon: G-J
Gebärmutter: Siehe Uterus
Uterus ist die lateinische Bezeichnung für die Gebärmutter. Sie liegt zwischen Scheide und Eileitern. Die Gebärmutter dient als Fruchthalter, in das sich ein befruchtetes Ei einnistet. In den oberen Teil des Uterus münden die beiden Eileiter. Der untere Teil, der Gebärmutterhals, mündet in das Scheidengewölbe.
Gebärmutterhals
Den unteren Teil der etwa birnengroßen Gebärmutter nennt man Gebärmutterhals. Er ragt in das Scheidengewölbe hinein, sein Ende ist der Muttermund.
Gebärmutterhalskrebs
Bösartige Zellveränderung am Muttermund, die in den Gebärmutterhals aufgestiegen ist. Durch eine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, den so genannten „Papalikonau”-Abstrich, kann Gebärmutterhalskrebs schon im Frühstadium erkannt werden. Meistens tritt diese Form von Krebs erst in späteren Jahren auf.
Gebärmutterschleimhaut: Siehe Zervixschleim
Schleimpfropf der den Gebärmuttermund zur Scheide hin verschließt. Das Sekret, das von den Zervixdrüsen abgesondert wird, unterliegt hormonalen Veränderungen im Menstruationszyklus. Kurz vor dem Eisprung verflüssigt sich der Schleim und seine Spinnbarkeit ist am größten. Manche Frauen können an der Veränderung der Beschaffenheit des Zervixschleims auch die Zeit des Eisprungs erkennen.
Gelbkörper
Wird im Eierstock nach der Ausstoßung des reifen Eis gebildet. Das Gelbkörperhormon reguliert den Menstruationszyklus und ist nach der Befruchtung eines Eis an der Erhaltung der Schwangerschaft beteiligt.
Genitalien
Bezeichnung für die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane.
Geschlechtsverkehr
Miteinander schlafen. Der Mann dringt mit seinem Penis in die Scheide der Frau ein.
Gestagene
Weibliches Geschlechtshormon, das in den Eierstöcken gebildet wird und die Fortpflanzungsfunktionen steuert. Dabei gibt es auch besondere Gestagene mit Beauty-Effekt wie z.B. CMA
Gewicht
Das Körpergewicht muss man immer im Verhältnis zur Körpergröße sehen. Wer stark vom "Normalgewicht" abweicht, sollte
unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen, um abzuklären ob das Unter- oder Übergewicht krankhafte Ursachen hat. Ob man Normalgewicht hat, lässt sich durch eine einfache Rechenformel ausrechnen, den Body-Mass-Index. Siehe auch BMI.
Glied: Siehe Penis
Äußeres Teil der Geschlechtsorgane des Mannes, durch den Urin und Samen ausgeschieden werden. Der Penis besteht aus Schwellkörper, Harnröhre, Vorhaut und Eichel.
Gonorrhoe
Der Name Tripper genau wie der griechische Name Gonorrhoe ("Geschlechtsausfluss") deutet schon darauf hin, woran man den Tripper erkennt: Ein gelblich-grünlicher Ausfluss aus Scheide oder Harnröhre und Brennen beim Wasserlassen. Unbehandelt kann Tripper zu Entzündungen der Eileiter oder der Samenleiter mit nachfolgender Unfruchtbarkeit führen. Rechtzeitig erkannt, ist der Tripper heute problemlos mit Antibiotika heilbar. Wichtig: Während der Behandlung darf man keinen Sex haben, und es müssen immer beide Partner behandelt werden! Noch besser ist es, die Ansteckung zu vermeiden - auch in diesem Fall kann man sich mit Kondomen schützen.
G-Punkt
Geheimnisvolle Stelle in der Scheide der Frau, deren Erregung zu ungeahnten Lustgefühlen führen soll. Die Existenz des G-Punktes ist allerdings weder bewiesen noch widerlegt.
Gynäkologe
Facharzt der Frauenheilkunde. Er ist spezialisiert auf Geburtshilfe sowie Erkennen, Verhüten und Behandeln aller Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane.
Haarausfall
Gesundes und fülliges Haar basiert auf bestimmten rhythmischen Zyklen: Der Wachstumsphase (2-6 Jahre), der Übergangsphase (etwa 2 Wochen) und der Ruhephase (2 bis 4 Monate). Ist das hormonelle Gleichgewicht gestört, geraten diese Phasen durcheinander, und die Folge ist Haarausfall. Die Störungen im Hormonhaushalt entstehen durch eine Überproduktion an männlichen Hormonen, den Androgenen, die auch vom weiblichen Körper in geringen Mengen produziert werden. Diese Androgene werden im Kopfbereich zu wirksam, sodass der natürliche Haarzyklus durcheinander gerät. Bei diesem Problem können bestimmte Pillen wie z.B. mit CMA helfen, denn sie enthalten speziell designte Hormone, die ein Übermaß an Androgenen im weiblichen Körper abfangen, wodurch das Ungleichgewicht der Hormone wieder ausbalanciert und sich die natürlichen Haarzyklen wieder einstellen können. Für Haarausfall gibt es natürlich auch andere Ursachen, du solltest deshalb unbedingt mit deinem Arzt darüber sprechen.
Hepatitis
Es gibt verschiedene Formen von Leberentzündungen. Eine Leberentzündung kann unter anderem durch Alkohol, Viren, Bakterien oder durch Medikamente ausgelöst werden. Bei Jugendlichen ist die Hepatitis B sehr verbreitet, weil sie über alle Schleimhäute übertragen werden kann. Damit das Virus in die Blutbahn gelangen und sich einnisten kann, genügen schon kleinste Hautverletzungen, in die infizierter Speichel, Samenflüssigkeit, Blut oder Urin gelangt. Man kann sich also auch schon beim Küssen mit Hepatitis B anstecken. Das Ausbrechen der Krankheit wird manchmal erst einige Monate nach der Ansteckung erkannt. Die Symptome sind Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls, Muskel- und Gelenkschmerzen, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Eine Impfung kann vor Hepatitis B schützen.
Herpes genitalis
Eine Infektionskrankheit, die das Herpes-simplex-Virus hervorruft. Die eine Art tritt in den so genannten Fieberbläschen um den Mundwinkel auf, die andere ruft eine Vaginalinfektion hervor, bei der im äußeren Bereich der Scheide und beim Mann im Bereich des Penis kleine weiße Bläschen auftreten. Diese platzen auf und können Entzündungen und Fieber auslösen.
Heterosexualität
Ein auf Personen des anderen Geschlechts bezogenes Sexualempfinden und -verhalten.
Hirnanhangdrüse
Die Hirnanhangdrüse, auch Hypophyse genannt, ist eine endokrine Drüse, die für die Regelung des gesamten Hormonhaushalts wichtig ist. Die von ihr gebildeten Hormone bewirken unter anderem die Ausschüttung von Östrogenen und Gestagenen im weiblichen Körper.
HIV
Das human immundeficiency virus kann durch Sexualkontakte ohne Kondom, durch infizierte Spritzen bei Drogenabhängigen oder infizierte Blutkonserven übertragen werden. Beim Küssen kann man sich nicht anstecken, denn das Virus wird ausschließlich über Blut, Sperma, Scheidensekret, über die Nabelschnur und Muttermilch übertragen. Eine Ansteckung kann jahrelang ohne sichtbare Symptome verlaufen. Der Betroffene ist auch dann HIV-positiv, wenn die Krankheit bei ihm noch nicht ausgebrochen ist, d.h., er kann das Virus übertragen. Das HI-Virus kann im Blut durch einen Antikörpertest nachgewiesen werden, diese zeigen sich in der Regel aber erst zirka sechs Wochen nach einer Ansteckung. Die ersten Anzeichen sind Lymphknotenschwellungen, Fieber und Durchfall sowie häufige Infektionen. Im späteren Verlauf kann es auch zur Tumorbildung kommen. Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Spezielle Medikamente können aber Entwicklung und Ausbruch von Aids verzögern.
Hoden
Die im Hodensack liegenden männlichen Geschlechtsdrüsen, in denen die Samenzellen gebildet werden.
Höhepunkt: Siehe Orgasmus
Höhepunkt beim Sex. Die Spannung baut sich durch kurze, krampfhafte Zuckungen ab, der Mann hat einen Samenerguss.
Homosexualität
Ein auf Personen des eigenen Geschlechts bezogenes Sexualempfinden und -verhalten.
Hormone
Hormone sind Botenstoffe des Körpers, die von bestimmten Drüsen oder Geweben produziert und abgegeben werden. Sie steuern viele wichtige Körperfunktionen wie etwa Wachstum, Geschlechtsreife, Reaktionen auf Stress oder Krankheit.
Hymen
Auch Jungfernhäutchen genannt. Ein dünnes Häutchen am Scheideneingang der Frau. Es muss vor dem ersten Geschlechtsverkehr nicht mehr unbedingt intakt sein, es kann z.B. auch durch Sport gerissen sein.
Impotenz
Wenn ein Mann nie oder nur selten bei sexueller Erregung einen steifen Penis bekommt oder die Erregung nicht halten kann, spricht man von Impotenz. Tritt häufiger mit zunehmendem Alter des Mannes auf und hat in den seltensten Fällen organische oder hormonelle Ursachen. In den meisten Fällen ist die Impotenz psychologisch bedingt, mögliche Auslöser sind Stress, Angst, Schuldgefühle oder Müdigkeit.
Juckreiz
Bei Juckreiz an den Genitalien, oft gemeinsam auftretend mit Ausfluss, solltest du unbedingt den Frauenarzt aufsuchen, denn zumeist ist Juckreiz ein Anzeichen für eine Infektion mit Bakterien, Pilzen oder Parasiten. Manchmal kann es aber auch ohne eine Infektion zu Juckreiz kommen, wenn sich der pH-Wert des natürlichen Scheidenmilieus ändert, denn dadurch verändert sich auch die Konsistenz des Ausflusses, der die Haut der Vulva reizt und dadurch Juckreiz hervorruft. Auslöser für einen veränderten Säuregehalt im Scheidenmilieu ist zum Beispiel übertriebene Intimhygiene mit Vaginalspülungen. Auch das Tragen von Nylonslips, kann für eine Art "Treibhausklima" sorgen und das Säure-Basen-Verhältnis verändern.
Jungfernhäutchen: Siehe Hymen
Auch Hymen genannt. Ein dünnes Häutchen am Scheideneingang der Frau. Es muss vor dem ersten Geschlechtsverkehr nicht mehr unbedingt intakt sein, es kann z.B. auch durch Sport gerissen sein.
