Lexikon: K-O
Kastration
Operative Entfernung der Hoden. Wird manchmal bei Prostatakrebs durchgeführt, weil das in den Hoden produzierte Testosteron das Wachstum von Prostatakrebs begünstigt. In der Regel hat eine Kastration keine direkte Auswirkung auf den Sexualtrieb, langfristig kann das sexuelle Verlangen aber abnehmen.
Keimzelle
Körperzellen, die der Fortpflanzung dienen: beim Mann die Samenzellen, bei der Frau die Eizellen.
Kitzler: Siehe Klitoris
Teil der weiblichen Geschlechtsorgane der Frau. Die Klitoris ist besonders empfindlich, weil dort viele Nervenenden liegen, sie wird daher auch Lustorgan der Frau genannt. Bei Erregung schwillt die Klitoris an.
Klitoris
Teil der weiblichen Geschlechtsorgane der Frau. Die Klitoris ist besonders empfindlich, weil dort viele Nervenenden liegen, sie wird daher auch Lustorgan der Frau genannt. Bei Erregung schwillt die Klitoris an.
Knaus-Ogino
Natürliche Empfängnisverhütungsmethode, die auf der Kalendermethode basiert und die man auch Knaus-Ogino-Methode nennt. Man geht davon aus, dass der Eisprung 14 Tage vor dem Eintreten der Menstruation ist. Davor und danach werden einige Tage dazugezählt, um die empfängnisfähigen Tage zu definieren: sehr unsichere Methode!
Knochenschwund: Siehe Osteoporose
Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Skelettsystems. Der Abbau an Knochensubstanz schreitet schneller voran als der Aufbau. Durch die abnehmende Knochendichte wird sozusagen die Architektur des Knochens gestört: Die Knochen werden porös, und es besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter, bedingt durch den Rückgang der Östrogenproduktion in den Wechseljahren. Es gibt aber auch noch andere Faktoren, die eine Osteoporose begünstigen können wie etwa Rauchen, Alkoholkonsum oder eine Kortisontherapie. Ob die Einnahme der Pille von Mädchen unter 12 Jahren, bei denen das Knochenwachstum noch nicht abgeschlossen ist, eine spätere Entstehung von Osteoporose begünstigt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.
Koitus interruptus
Koitus bedeutet das Einführen des Gliedes in die Scheide. Interruptus heißt: unterbrochen. Der Begriff bezeichnet also das vorzeitige Herausziehen des Penis aus der Scheide, bevor der Mann einen Samenerguss hat. Dennoch schützt diese Methode nicht vor Schwangerschaft, weil beim Mann schon vor dem Samenerguss der so genannte "Sehnsuchtstropfen" austritt, der auch Samenzellen enthalten kann.
Kondom
Ein Kondom gehört zu den mechanischen Verhütungsmitteln. Es ist eine dünne Gummihaut, die unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr über das männliche Glied gezogen wird.
Das Sperma wird in einem Reservoir an der Spitze des Kondoms aufgefangen. Das Kondom ist nicht nur Empfängnisverhütungsmittel, sondern schützt auch vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten.
Kondylom
Eine Warze, auch Feigwarze genannt, die auf den Schamlippen, in der Scheide oder am Gebärmutterhals wachsen kann. Feigwarzen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und können, wenn sie größer werden, starkes Brennen verursachen.
Konisation
Operatives Entfernen eines kegelförmigen Teils des Gebärmuttermundes. Die anschließende zytologische Gewebeuntersuchung im Labor soll ausschließen, dass entartete Zellen bereits in das Gewebe des Muttermundes aufgestiegen sind. Die Konisation ist zugleich Diagnostik und Therapie.
Konzeptionsoptimum
Der Zeitpunkt im weiblichen Zyklus, an dem eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist. Eine Eizelle ist nach dem Eisprung ca. 12 Stunden lang befruchtbar, da männliche Spermien im weiblichen Körper jedoch bis zu 5 Tage überleben, kann das Konzeptionsoptimum bei bis zu 72 Stunden vor dem Eisprung liegen. Wann dieser stattfindet erkennt man manchmal auch am Ansteigen der Körpertemperatur oder der Veränderung des Zervixschleims. Man kann die Kenntnis über das Konzeptionsoptimum dazu verwenden um die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, aber auch um festzustellen, wann man verhüten muss. Allerdings hängt der Zeitpunkt des Eisprungs und die darauf folgenden fruchtbaren Tage von vielen Faktoren ab und ist nur sehr schwer vorhersagbar.
Masturbation
Sexuelle Selbstbefriedigung (Onanie) oder die sexuelle Befriedigung des Partners durch Erregung der Geschlechtsorgane mit der Hand.
Menstruation
Auch Blutung oder Periode genannt. Tritt in der Regel im 28-Tage-Rhythmus auf, wenn eine reife Eizelle nicht befruchtet worden ist. Die Gebärmutterschleimhaut, die sich aufgebaut hat, um die reife Eizelle aufzunehmen, wird bei der monatlichen Blutung abgestoßen. Die Menstruation ist Anzeichen für die fruchtbaren Jahre im Leben einer Frau.
Menstruationsstörungen
Normalerweise erfolgt die Menstruationsblutung alle 28 Tage. Es gibt jedoch auch viele gesunde Frauen, die einen regelmäßigen Zyklus von 25 – 31 Tagen haben, das ist ganz normal und zählt nicht zu den Menstruationsstörungen. Auch kann es vorkommen, dass der Zyklus wegen Krankheit, Stress, Schock oder Klimaveränderungen unterbrochen oder verschoben wird. Liegen andere Störungen vor, dann sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen. Siehe auch: unter Amenorrhoe, PMS, Schwache Monatsblutung, Starke Monatsblutung, Unregelmäßige Menstruation, Zwischenblutung.
Mikropille
Moderne Antibabypille, die so niedrig wie möglich dosiert ist, dabei aber praktisch 100-prozentig sicheren Schutz bietet. Manche der so genannten Mikropillen haben speziell designte Gestagene wie z.B. CMA, die zudem einen Beauty-Effekt auslösen, indem sie männliche Hormone abfangen. Das hat positive Auswirkungen auf Haut und Haare, lässt Pickel langsam verschwinden und verschönt den Teint.
Minipille
Enthält nur ein Hormon und gilt als nicht so sicher wie Kombinationspillen. Denn die Minipille muss über den ganzen Monat eingenommen werden, und zwar täglich möglichst auf die Stunde genau, sonst verliert sie ihren Schutz.
Missionarsstellung
Stellung beim Geschlechtsverkehr, bei der die Frau unten und der Mann oben liegt.
Morgenlatte
Umgangssprachlicher Ausdruck für eine morgendliche Erektion.
Muttermund
Bezeichnung für den Eingang in den Gebärmutterhalskanal.
Myom
Gutartige Geschwulst der Muskulatur. Kommt häufig an der Gebärmuttermuskulatur vor. Je nach Größe eines Myoms entscheidet der Arzt, ob es operativ entfernt werden muss. In zunehmendem Alter bei sinkendem Östrogenspiegel kann es sein, dass sich ein Myom von selbst wieder zurückbildet.
Nachtlatte
Umgangssprachlicher Ausdruck für eine unwillkürliche Erektion in der Nacht.
Natürliche Verhütungsmethoden
Bezeichnung für Empfängnisschutz, bei dem man nicht mechanische oder hormonelle Methoden nutzt, sondern z.B. Temperaturmessen. Sehr unsicher!
Nebenhoden
Befinden sich an der Rückseite der Hoden. Die im Hoden produzierten Samenzellen wandern in die Nebenhoden, wo sie so lange heranreifen, bis sie ein Ei befruchten können. Bei einer Ejakulation werden sie zusammen mit Sekret in die Harnröhre gespritzt.
Oralverkehr
Eine sexuelle Praktik, bei der die Geschlechtsorgane des Partners mit dem Mund erregt werden.
Orgasmus
Höhepunkt beim Sex. Die Spannung baut sich durch kurze, krampfhafte Zuckungen ab, der Mann hat einen Samenerguss.
Osteoporose
Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Skelettsystems. Der Abbau an Knochensubstanz schreitet schneller voran als der Aufbau. Durch die abnehmende Knochendichte wird sozusagen die Architektur des Knochens gestört: Die Knochen werden porös, und es besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter, bedingt durch den Rückgang der Östrogenproduktion in den Wechseljahren. Es gibt aber auch noch andere Faktoren, die eine Osteoporose begünstigen können wie etwa Rauchen, Alkoholkonsum oder eine Kortisontherapie. Ob die Einnahme der Pille von Mädchen unter 12 Jahren, bei denen das Knochenwachstum noch nicht abgeschlossen ist, eine spätere Entstehung von Osteoporose begünstigt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.
Östrogene
Gruppe weiblicher Sexualhormone, die hauptsächlich von den Eierstöcken gebildet werden. Sie steuern die weibliche Sexualentwicklung, regulieren den Menstruationszyklus und die Fortpflanzungsfunktionen. Östrogene sind auch Bestandteile von Antibabypillen.
Ovulation
Auch Eisprung oder Follikelsprung genannt. Das im Eierstock heranreifende Ei ist von einem Bläschen umgeben. Ist das Ei reif, platzt das Bläschen und das Ei wird aus dem Eierstock ausgestoßen.
