Lexikon: P-R
Papanicolaou-Abstrich
Dieser Vorsorgeabstrich dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Der Frauenarzt entnimmt hierfür mit einem Wattestäbchen Zellen rund um den Gebärmuttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal und breitet sie auf einem kleinen Glasplättchen aus. In einem zytologischen Labor wird dieser Abstrich dann auf Zellveränderungen hin untersucht. Test und Befund nennt man "Pap". Siehe auch Papanicolaou-Färbung.
Papanicolaou-Färbung
Der so genannte Papanicolaou oder "Pap" ist ein Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Der Name geht auf den Erfinder dieser Krebsfrüherkennungsmethode zurück (George Nicholas Papanicolaou, 1883-1962). Durch Einfärbungen des Abstriches in einem zytologischen Labor erhält man den Befund. Der Papanicolaou ist in verschiedene Grade eingeteilt (Pap I bis Pap V), die darüber Auskunft geben, ob der Abstrich normal ist, oder ob entartete Zellen da sind. Liegen Zellveränderungen des Muttermunds vor, spricht man, je nach Pap Grad, von einer leichten, mittleren oder ausgeprägten Dysplasie. Erhält man ein schlechtes Papergebnis bei einem Abstrich, bei dem gleichzeitig eine Scheideninfektion vorlag, sollte man den Abstrich nach Ausheilen der Infektion noch einmal wiederholen, da Infektionen den Pap Befund negativ beeinflussen können.
Liegt eine mittlere bis ausgeprägte Dysplasie vor, wird der Frauenarzt eine Konisation vorschlagen. Siehe Konisation.
Pariser: Siehe Kondom
Ein Kondom gehört zu den mechanischen Verhütungsmitteln. Es ist eine dünne Gummihaut, die unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr über das männliche Glied gezogen wird.
Das Sperma wird in einem Reservoir an der Spitze des Kondoms aufgefangen. Das Kondom ist nicht nur Empfängnisverhütungsmittel, sondern schützt auch vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten.
Pearl-Index
Der Pearl-Index gibt die Zahl der Schwangerschaften an, die innerhalb eines Jahres unter 100 gebärfähigen Frauen auftreten, obwohl eine Verhütungsmethode angewandt wurde. Dieser Index ist ein gutes Instrument, um anzuzeigen, wie sicher oder wie unsicher eine Empfängnisverhütungsmethode ist. Bei den ausgeschriebenen Werten ist somit der kleinste der beste in Punkto Sicherheit.
Penetration
Der Augenblick beim Geschlechtsverkehr, wenn der Penis in die Scheide der Frau eintritt.
Penis
Äußeres Teil der Geschlechtsorgane des Mannes, durch den Urin und Samen ausgeschieden werden. Der Penis besteht aus Schwellkörper, Harnröhre, Vorhaut und Eichel.
Penisschaft
Teil des Penis, vom Schambein bis zur Eichel.
Pessar: Siehe Diaphragma
Ein Diaphragma ist ein mechanisches Verhütungsmittel. Es sieht aus wie eine Gummikappe, die vor dem Geschlechtsverkehr über den Gebärmuttermund gestülpt wird. Das Diaphragma ist nur sicher in Verbindung mit einem spermiziden Gel und muss vom Frauenarzt angepasst werden.
Petting
Leitet sich von dem englischen Verb "to pet" ab, was so viel wie streicheln und liebkosen bedeutet. Beim Petting ist alles erlaubt, was dem Lustgewinn dient, wie streicheln und küssen, ohne dass man dabei aber miteinander schläft.
Phimose
Verengung der Vorhaut des Gliedes. Die Vorhaut kann nicht über die Eichel zurückgeschoben werden. Bis zum Alter von sechs Monaten ist eine Phimose normal. Verursacht sie Beschwerden wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Schmerzen bei der Erektion, kann die Phimose operativ umschnitten werden, sodass die Vorhaut dann über die Eichel gezogen werden kann.
Piercing
Beim Piercing werden Schmuckstücke am Körper angebracht, indem man bestimmte Körperstellen durchsticht wie etwa Augenbraue, Nasenflügel, Brustwarze, Schamlippe oder Zunge. Wer davor nicht zurückschreckt, darf sich jedoch nie selbst piercen, von einer Freundin/Freund piercen lassen oder in ein unseriöses Piercing-Studio gehen, da größte Infektionsgefahr besteht! Viele sind bereits in Lebensgefahr geraten, weil eine Infektion beim Zungenpiercing entstand, und die Zunge so stark anschwoll, dass dies zu Atemnot führte! Piercing gilt vor dem Gesetz als Körperverletzung. In seriösen Studios werden grundsätzlich keine Jugendlichen unter 14 Jahren gepierct. Bist du zwischen 14 und 18 Jahren, brauchst du die Einverständniserklärung eines Elternteils.
Pille
Sammelbegriff für hormonhaltige Verhütungstabletten.
Siehe auch Mikropille und Minipille.
Pille danach
Die "Pille danach" ist kein Verhütungsmittel, sondern ein Medikament für absolute Ausnahmefälle. Einnahme innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
PMS - Prämenstruelles Syndrom
Der Sammelbegriff "prämenstruelles Syndrom" fasst alle Beschwerden zusammen, die manche Frauen vor Eintreten der Regelblutung haben. Bei manchen beginnen sie bereits beim Eisprung. Hierzu gehören z.B. starke Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstimmungen und Depression.
Pollution
Unbewusster Samenerguss, "feuchter Traum". Häufig ausgelöst durch erotische Träume.
Präservativ: Siehe Kondom
Ein Kondom gehört zu den mechanischen Verhütungsmitteln. Es ist eine dünne Gummihaut, die unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr über das männliche Glied gezogen wird.
Das Sperma wird in einem Reservoir an der Spitze des Kondoms aufgefangen. Das Kondom ist nicht nur Empfängnisverhütungsmittel, sondern schützt auch vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten.
Progesteron
Weibliches Geschlechtshormon, das zur Gruppe der Gestagene gehört und den Fortpflanzungszyklus steuert. Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, wird vom geplatzten Eibläschen freigesetzt. Es veranlasst die Gebärmutterschleimhaut, sich auf eine eventuell befruchtete Eizelle vorzubereiten und die Reifung neuer Eizellen zu stoppen. Wurde kein Ei befruchtet, wird die Hormonproduktion reduziert, wodurch sich die Gebärmutterschleimhaut abbaut, die bei der nächsten Regelblutung abgestoßen wird. Siehe auch: Gestagene, Gelbkörper,CMA.
Prostaglandine
Aus einer Fettsäure, gebildete hormonähnliche Substanzen, die im ganzen Körper vorkommen. Sie wirken als Botenstoffe und sind mitverantwortlich für die Entstehung von Schmerzen und Fieber.
Prostata
Vorsteherdrüse. Ein kastaniengroßes Geschlechtsorgan beim Mann, das unterhalb der Blase liegt. Das in der Prostata produzierte Sekret ist eine Flüssigkeit, die bei der Ejakulation gemeinsam mit dem Samen ausgeschieden wird. Sie verleiht den Samen ihre Beweglichkeit, damit sie sich nach dem Samenerguss fortbewegen können.
Pubertät
Zeit, in der die Geschlechtsreife eintritt. Die Fortpflanzungsfähigkeit beginnt bei Mädchen mit dem Eintritt der ersten Periode, bei Jungs mit dem ersten Samenerguss.
Quickie
Schneller Sex zwischendurch, ohne langes Vor- oder Nachspiel.
Rauchen
Dass Rauchen die Gesundheit gefährdet, wissen wir alle, und trotzdem versuchen täglich neue Kids ihren ersten Zug. Das solltet ihr besser bleiben lassen, denn am Anfang denkt man zwar, man hätte alles unter Kontrolle – aber das ändert sich sehr rasch. Spätestens dann, wenn sich der Körper an einen bestimmten Nikotin-Level gewöhnt hat, wird Rauchen zur Sucht. Und, wie bei jeder anderen Suchterkrankung auch, ist es schwer wieder davon loszukommen und den Kampf zwischen "Nicht-mehr-rauchen-wollen" aber irgendwie "Weiterrauchen müssen", zu gewinnen. Rauchen kann eine ganze Menge schwerwiegender Erkrankungen verursachen.
Denn Zigaretten enthalten nicht nur schädliches Nikotin und Teer, sondern zum Teil eine Mixtur aus bis zu 100 suchtmachenden Stoffen, die von Alkohol- bis hin zum Schokoladenextrakt reichen. Neben dem erhöhten Krankheitsrisiko für z.B. Arterienverkalkung, Herzinfarkt oder Lungenkrebs, macht Rauchen natürlich auch nicht gerade schön. Schadstoffe im Körper werden nicht nur durch die Nieren gefiltert, sondern auch von der Haut ausgeschieden. Rauchen macht die Hautfarbe fahl und sorgt für ein unschönes, großporiges Hautbild.
Wer raucht und mit der Pille verhüten möchte, bekommt auch ein Problem, denn Pille und Zigaretten, das verträgt sich nicht. Raucherinnen, die die Pille nehmen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Thrombosen zu erkranken. Wenn du rauchst und die Pille nehmen möchtest, dann sprich mit deinem Frauenarzt darüber. Er wird dich ausführlich über die Risiken aufklären und dir sicher nahe legen, bald mit dem Rauchen Schluss zu machen!
Reservoir
Die Spitze eines Kondoms, die die Samenflüssigkeit auffängt.
